Verschärft oder entspannt sich die Lage im Herbst? Chancen und Risiken für Anleger und Einsteiger

Der Krieg in der Ukraine und die Bedrohung Taiwans durch China bestimmen die geopolitische Lage. Corona ist auch noch nicht vom Tisch. In Deutschland blickt man mit Sorge auf den Herbst: es drohen weiter steigende Strom- und Gaspreise und infolgedessen kalte Wohnräume sowie eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Wirtschaftlich betrachtet, befinden sich die USA in einer Rezession, wohingegen Deutschland sich vor einer Rezession, also vor einem Absinken der Produktivität und somit einem negativen Wirtschaftswachstum, wähnt.

Die Inflation liegt sowohl in den USA als auch in Deutschland auf einem hohen Niveau, steigt jedoch weniger schnell. Die Preise an den Rohstoffmärkten, insbesondere Kupfer, Eisen, Aluminium, Öl fallen seit Anfang Juni, nur Gas-Futures bleiben auf einem hohen Niveau.

Die Kurse der Aktienindizes MSCI World und DAX sind seit Juni bzw. Mitte Juli gestiegen. Die Analyse historischer Daten indiziert eine Kursbereinigung, also einen Einbruch im September, wohingegen die Chartanalyse einen Anstieg des DAX auf 15.000 Punkte für möglich hält.

Anleger und Einsteiger sind versucht, ihre Geldanlage-Entscheidungen von den Antworten auf folgende Fragen abhängig zu machen:

  • Geht der Krieg in der Ukraine weiter oder ist eine Verhandlungslösung in Sicht?

  • Spitzt sich der Konflikt um Taiwan weiter zu oder entspannt sich die Lage?

  • Hat die Inflation ihren Höhepunkt erreicht oder steigen die Preise weiter?

  • Werden die Zentralbanken mit den Zinserhöhungen fortfahren oder ist sogar eine Zinssenkung in den USA denkbar?

  • Ist die Erholung des MSCI World und des DAX von Dauer oder ist ein baldiger Einbruch zu erwarten?

In dieser unsicheren Situation können Anleger und Einsteiger Chancen nutzen und Risiken managen, indem Sie folgendermaßen vorgehen.

Aktive Anleger sollten ihre Markterwartungen regelmäßig überprüfen und Handlungsoptionen im Hinterkopf haben. Sie sollten sich mit der Nachrichtenlage beschäftigen, um erfolgreich handeln zu können.

Passive Anleger, die ihr Geld langfristig, breit gestreut und kostengünstig im Rahmen einer Anlagestrategie in Aktien mit ETF angelegt haben, können es entspannter angehen lassen.

Einsteiger, die planen, einen möglichen Kurssturz im September/Oktober für den Einstieg zu nutzen, könnten den Einstieg zu Kursen unter Höchstkurs verpassen. Es empfiehlt sich, das Kursschwankungsrisiko zeitlich zu streuen und in Häppchen zu investieren, z. B. im Rahmen eines ETF Sparplans.

Doch wichtiger als das Timing, ist es, eine eigene zielgerichtete Vorgehensweise zu entwickeln und danach zu handeln. Denn wie die Wirtschaftswoche ausführt, "eine durchdachte Strategie hilft, in heißen Phasen einen kühlen Kopf zu bewahren“, d.h. bewusste Entscheidungen zu treffen und sich nicht zu unüberlegten Handeln verführen zu lassen.


Das Thema Geldanlage anzugehen, lohnt sich in fast jeder Lage, so auch in dieser. Gerade, wenn Sie das Thema schon lange vor sich herschieben, informieren Sie sich über mein Mentoring Angebot oder schauen Sie sich den 20-minütigen Videokurs zur Einführung meines neuen Trainingsprogramms „Mit ETF zur Zweitrente: Vermögensaufbau und Wohlstand für die unabhängige Frau“ an. So erfahren Sie, wie Sie mit meiner Unterstützung Kompetenz aufbauen, Ihre Anlagestrategie entwickeln und in die Tat umsetzen können.



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